Woher soll ich wissen ob die Bibel tatsächlich von Gott inspiriert ist?

Es gibt für mich vier gute Gründe dafür, dass die Bibel tatsächlich Gottes Wort ist.

1. Sie enthält – im Gegensatz zu anderen so genannten „heiligen Schriften" der Weltreligionen – zahlreiche historische Aussagen, die spätere Schreiber nicht wissen konnten und die wir heute überprüfen können.

Da kauft z. B. Abraham eine Höhle von einem Hethiter. Die Historiker des 19. Jh. hatten sich noch über diesen Bericht lustig gemacht, weil sie glaubten, dass es die Hethiter niemals gegeben hatte. Doch als die Archäologen die gewaltigen Städte dieses vergessenen Volkes ausgruben, verstummten die Kritiker. Noch kleiner wurden sie, als man feststellte, dass die Abmachungen für den Besitzerwechsel der Höhle genau einem hethitischen Kaufvertrag entsprachen.

Ungläubige Theologen müssen sich heute noch fragen lassen: Wenn die Bücher Moses tatsächlich erst in der späten Königszeit bis nach der babylonischen Gefangenschaft entstanden sind, woher wussten die Schreiber dann von den Hethitern und der Art ihrer Kaufverträge? Schließlich war dieses Volk schon seit 1000 Jahren in Vergessenheit geraten.

Die Bibel ist also historisch glaubwürdig.

2. Die Bibel enthält Hunderte von Prophezeiungen, die sich exakt erfüllt haben. Nur wenige sind nicht eingetroffen, weil sie von Bedingungen abhingen, die aber nicht eingehalten wurden. Und manche Prophezeiungen liegen noch in der Zukunft. Wir Menschen aber können nichts Genaues über die Zukunft aussagen. Wir können nur raten und spekulieren. – Eingetroffene Prophezeiungen fehlen aber in den „heiligen Schriften" anderer Religionen. Was darin steht, können sich Menschen ausgedacht haben. Ganz anders die Bibel.

Da kündigte der Prophet Daniel die Zerstörung des zweiten jüdischen Tempels an, als dieser noch nicht errichtet worden war. Außerdem prophezeite er, dass der Tempel bis zum Ende der Welt verwüstet bleiben wird. Jesus griff diese Prophezeiung auf und bestätigte ihre Richtigkeit. Tatsächlich zerstörten die Römer 70 n. Chr. bei der Eroberung Jerusalems auch das Tempelgebäude. Bis dahin hatte sich Daniels Prophezeiung exakt erfüllt.

Im Jahre 361 n. Chr. übernahm Kaiser Julian die Herrschaft im römischen Reich. Er war ein überzeugter Heide und bekämpfte das Christentum wie viele seiner Vorgänger. Die Verbote des christlichen Glaubens und die Verfolgungen waren ja erfolglos gewesen. Deshalb wollte Julian den christlichen Glauben mit Vernunfts-gründen widerlegen. Er stieß dabei auf die von Christus bestätigte Prophezeiung Daniels. Hier sah er die Möglichkeit, Altes und Neues Testament gleichzeitig zu entkräften.

Kaiser Julian gab deshalb den Befehl, den jüdischen Tempel wieder aufzubauen und stellte die nötigen Mittel dazu bereit. Außerdem rief er die Juden auf, ihn zu unterstützen, was sie gerne taten. Doch bis heute wurde der jüdische Tempel nicht wieder errichtet. Was war geschehen? Geschichtsschreiber berichten, dass Erdbeben und Feuersbrünste den Tempelplatz erneut verwüsteten. Juden und Römer flohen daraufhin entsetzt und bezeichneten diesen Ort als verflucht.

Kaiser Julian hatte versucht, eine Prophezeiung der Bibel zu widerlegen. Aber er scheiterte kläglich. Auf seinem Totenbett gestand er: „So hast du nun doch gesiegt, Galiläer!" (Karl Heussi, Kompendium der Kirchengeschichte, J.C.B. Mohr-Verlag, Tübingen 1971, S. 93).

Ich frage mich immer wieder, warum niemand der reichen und mächtigen Gottlosen von Heute versucht, eine Prophezeiung der Bibel zu widerlegen. Hier könnten sie doch beweisen, dass sie Recht haben.

Die erfüllte Prophetie zeigt uns also, dass Gott der eigentliche Autor der Bibel ist – ein Wesen, das genau weiß, was die Zukunft bringt.

3. In der Bibel stehen zahlreiche Verheißungen. Diese Zusagen Gottes haben viele Menschen für sich in Anspruch genommen und sie haben erfahren, dass Gott zu dem steht, was er verspricht! Das macht uns Christen sicher: Die Bibel ist Gottes Wort! Auch solche Verheißungen fehlen in anderen Büchern, die angeblich Gottesoffenbarungen sein sollen.

4. Nur in der Bibel finden wir einen Plan für die Errettung des Menschen, der funktioniert. Viele Religionen sprechen von einem göttlichen Kern im Menschen, zu dem man vordringen muss, um erlöst zu werden. Sie alle zeigen Wege auf, wie der Mensch sich zu Gott, zur Erlösung vom Leid oder zum ewigen Leben emporarbeiten kann. Doch wer nachdenkt, weiß, dass der Mensch hoffnungslos verloren ist. Es gibt keinen Weg zu Gott, den wir gehen können. Gott wohnt in einer Dimension, zu der wir keinen Zutritt haben, da können wir noch so viel meditieren oder Gutes tun.

Allein in der Bibel wird uns gesagt, dass Gott zu uns Menschen kommt, um uns zu erlösen. Wir müssen uns nicht zu ihm hocharbeiten. Er steht für die Schuld seiner Geschöpfe selbst ein. Er leidet mit ihnen und stirbt für sie. Er besiegt für sie den Tod und das Böse und er holt sie zu sich in das ewige Leben. Das ist eine Botschaft, die überzeugt und uns Hoffnung für die Zukunft schenkt.

Diese vier Gründe zeigen mir, dass Gott sich in der Bibel offenbart hat. Natürlich müssten sie noch weiter ausgeführt werden, wie dies in den kostenlosen Bibelfernkursen geschieht.

Robin A. aus Pforzheim

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