3. Warum wurde Jesus getauft?

Erinnern wir uns daran, dass die Taufe nicht nur das Sterben unseres alten Sündenlebens symbolisiert, sondern auch ein Bild dafür ist, dass das Blut Jesu unsere Sünden abgewaschen hat. Zu Pfingsten riet Petrus all denen, die Befreiung von ihrer Schuld suchten:

„‚Kehrt euch ab von euren Sünden und wendet euch Gott zu. Lasst euch alle taufen im Namen von Jesus Christus zur Vergebung eurer Sünden.‘“ – Apostelgeschichte 2,38

Das führt uns zu einer Frage. Jesus hat keine einzige Sünde begangen (2. Korinther 5,21). Was veranlasste ihn dann aber dazu, sich selbst ebenfalls taufen zu lassen?

„Um diese Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan, um sich von Johannes taufen zu lassen. Doch Johannes weigerte sich. ,Eigentlich müsste ich mich von dir taufen lassen‘, sagte er, ,warum kommst du zu mir?‘ Jesus erwiderte: ,Es muss sein. WIR MÜSSEN ALLES SO HALTEN, WIE ES VON GOTT AUS SEIN SOLL.‘ Da taufte ihn Johannes. Als Jesus gerade aus dem Wasser stieg, öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabschweben und sich auf ihm niederlassen. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: ,Dies ist mein geliebter Sohn, an ihm habe ich große Freude.‘“ – Matthäus 3,13–17

Jesus war sündlos. Er hatte es nicht nötig, irgendeinen Fehltritt zu bereuen oder sich irgendeine Schuld abwaschen zu lassen. Er wurde aus einem anderen Grund getauft: um „alle Gerechtigkeit zu erfüllen“ (Luther). Indem er Johannes erlaubte, ihn in den Fluten des Jordan unterzutauchen, gab er uns ein positives Beispiel. Er identifizierte sich voll und ganz mit schwachen, sündigen Menschen. Er war bereit, all die Schritte zu gehen, die SIE gehen mussten. Christus, unser Erlöser, bittet seine Nachfolger niemals, irgendwo hinzugehen, wo er nicht gewesen ist. Er geht immer voran, niemals hinterher. Wenn also Gläubige im Taufwasser untergetaucht werden, folgen sie damit  den Spuren des Meisters.

Durch seinen Tod und seine Auferstehung schenkt Christus uns seine Gerechtigkeit.

„Denn Gott machte Christus, der nie gesündigt hat, zum Opfer für unsere Sünden, damit wir durch ihn vor Gott gerechtfertigt werden können.“ – 2. Korinther 5,21

In Gottes Augen von Sündern in Heilige verwandelt, wachsen wir in diese Gerechtigkeit, die uns bereits geschenkt wurde, und durch die wir nun ein neues Leben in Christus leben. Durch seine Geburt und seine Taufe unternahm Christus die ersten Schritte, die erforderlich waren, um die Menschheit in sein Leben einzuladen. Der Tod und die Auferstehung des Erlösers waren seine letzten Schritte, der Höhepunkt dieses Weges.

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