Wie sieht Gott Menschen an, die in ihrem Leben getötet, unterdrückt, vergewaltigt oder sonstige Dinge getan haben und dann den Glauben zu Jesus finden? Können diese auch das ewige Leben erreichen?

Diese Frage kann ich nur mit Ja beantworten. Wenn jemand seine Verbrechen von ganzen Herzen bereut, seine Schuld vor Gott bekennt und um Vergebung bittet, dann vergibt Gott ihm und schenkt ihm das ewige Leben. Grundlage dafür ist, dass Jesus stellvertretend auch für diesen Menschen gestorben ist und sowohl die Schuld als auch die Strafe dafür auf sich genommen hat, so wie es schon der Prophet Jesaja vorausgesagt hat (Jes 53,5). Darin unterscheidet sich eben der christliche Glaube von allen anderen Religionen, bei denen der Mensch seine Strafe abbüßen oder abarbeiten muss (manche Christen sehen dies leider genauso und halten sich hier nicht an die Bibel). Laut der Heiligen Schrift aber zeichnet der Schöpfer (Jesus Christus) für seine Geschöpfe selbst verantwortlich und nimmt deren Strafe auf sich. Und das verändert einen Menschen. Deshalb schreibt Paulus, dass jemand, der sein Leben Christus übergeben hat („wenn er in Christus ist"), eine neue Kreatur ist, ein neuer Mensch. Gott will also die Versöhnung, er will das Böse, das wir tun, uns nicht anrechnen, weil Jesus dies auf sich genommen hat (2. Korinther 5,17–21). Als Beispiel dafür, könnte ich einige ehemals Kriminelle anführen, die durch unsere Bibelfernkurse zum Nachdenken gekommen sind, sich taufen ließen und heute ganz andere Menschen sind als vorher (auch nach ihrer Freilassung). Auch der neben Jesus gekreuzigte Verbrechen hatte so viel auf dem Kerbholz, dass man ihn dafür zum Tod verteilt hatte. Aber als er sich Jesus zuwendet, erhält auch er Vergebung und die Zusage des ewigen Leben. Hier zeigt sich, dass Gott tatsächlich ein Gott der Liebe ist – aber auch der Gerechtigkeit, der nichts unter den Teppich kehrt, sondern in Liebe selbst für seine Geschöpfe gerade steht.

Jürgen E. aus Moers

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